Das Versprechen

Ich danke Euch für die lieben Kommentare und die Kraft, die Ihr mir durch sie gebt. Ja, das Wissen, dass es da draußen Menschen gibt, die mit mir fühlen, hilft in der Tat ein bisschen. Hier kann ich rauslassen, was ich sonst nur bei meinem Mann rauslassen kann. Ich kann wüten und toben und traurig sein und habe das Gefühl von Euch ein bisschen aufgefangen zu werden. Danke für jedes liebe Wort, für jede virtuelle Umarmung.

Ich weiß, dass es hier ein/zwei Leserinnen sind, die selbst vom Thema Krebs betroffen sind und will nur sagen, dass ich es verstehe, wenn sie meinen Blog momentan nicht lesen und nicht kommentieren wollen/können. Macht eine Lesepause bei mir, das hier müsst Ihr Euch nicht antun.

Ich habe gestern noch mit meinen Geschwistern telefoniert. Mein Bruder sieht es…naja…ich will mal sagen juristisch-pragmatisch. Irrationalitäten lässt er (noch) nicht zu, zumindest mir gegenüber nicht. Seiner Freundin gegenüber sieht es vielleicht/hoffentlich anders aus.
Meine Schwester macht sich ähnliche Gedanken wie ich. Wir beide leiden sehr und relativ offen. Das Gute ist, dass wir beide uns auch sehr offen über das Sterben-Können und Gehenlassen unterhalten können. Wir beide haben den Eindruck, dass unsere Mutter eigentlich nicht mehr will. Sie hat sich zu Beginn der Bestrahlung noch nicht mal dafür interessiert, wie lange die Behandlung gehen soll, warum genau bestrahlt wird, d.h. was die Konsequenz einer Nicht-Behandlung wäre, oder warum nur eine Seite bestrahlt werden kann. Dazu kommt, dass sie keinerlei Appetit mehr hat, nichts essen möchte. Die Vehemenz mit der sie in den letzten Wochen den Abschluss ihres Testaments voranzutreiben versucht hat, wundert uns zwar nicht, aber lässt uns aufhorchen.

Ich habe ein Jahr auf der Pflegestation eines Altenheimes gearbeitet und einige Monate als Hilfskraft auf einer Palliativstation verbracht. Das Schlimmste für mich war mit anzusehen, wie Menschen am Ende noch eine Magensonde bekommen, um ‘zwangsernährt’ zu werden, “weil man sie ja nicht verhungern lassen kann”. Auf der Palliativstation wurde den Sterbenden nur Flüssigkeit über eine Infusion gegeben und auch das nur, wenn sie es wollten. Schon damals hatte ich den Eindruck, dass die Menschen dort leichter gehen konnten.

Meine Mutter ist ein Mensch, der sein ganzes Leben ganz selten nur an sich gedacht hat. Sie tut alles oder sehr, sehr vieles für andere. Sie würde sich nie ausbitten, sterben zu dürfen, es sei denn, es wird ihr eine ‘goldene Brücke’ gebaut. Auch die Tatsache, dass sie jetzt im Krankenhaus ist, war nicht ihre Idee, sondern geschah auf Anraten meines Bruders und nachdem sie sich versichert hat, dass es mir doch egal ist, wo ich sie besuche, hauptsache ich weiß, dass es ihr gut geht und, dass sie gut aufgehoben ist. Alleine in der Wohnung war sie jetzt einfach nicht mehr gut aufgehoben, das habe ich ihr gestern auch so gesagt.
Worauf ich hinaus will: Ich werde meine Mutter fragen, ob sie die Bestrahlung wirklich noch möchte. Ich möchte ihr das Gefühl geben, dass wir Kinder damit einverstanden sind, wenn sie die Bestrahlung oder jede andere palliative Therapie nicht mehr möchte. Meine Schwester und ich sind uns einig darin, dass sie momentan wohl eher ‘mit sich’ machen lässt, was man ihr ärztlicherseits vorschlägt. Der geschwächte Gesamtzustand und die Atemnot geben einem ja auch nicht viel Chance, es in aller Ruhe und alle Konsequenzen bedenkend aktiv zu entscheiden, zumal sie keinen Menschen an ihrer Seite hat, mit dem sie das besprechen könnte. Wir Kinder müssen jetzt einmal mehr diesen Part übernehmen. Ich muss den aktiven Part übernehmen, weil ich diejenige bin, die meiner Mutter am Nächsten, am Ähnlichsten ist – oder wie immer man es auch nennen will. Ich bin diejenige, der sie ihr Leben durch die Patientenverfügung anvertraut hat.

Ich hoffe, es gelingt mir, ihr das Gefühl zu geben, dass für uns alle nur zählt, was sie möchte, egal wie schwer es uns fällt. Wir alle wussten, dass diese Zeit kommt, wissen es seit gut zweieinhalb Jahren. Anfangs haben wir noch recht abstrakt anhand der Patientenverfügung über die letzten Wochen ihres Lebens gesprochen und ihr auch damals schon gesagt, dass SIE entscheidet und wir jede Entscheidung mittragen werden bzw. falls sie nicht mehr entscheiden kann, uns bemühen in ihrem Sinne zu entscheiden. Ich denke es ist nicht nur an der Zeit, dieses Versprechen einzulösen, sondern zu allererst die Zeit, sie noch einmal daran zu erinnern; sie auch daran zu erinnern, dass sie ihre Kinder zu starken Menschen erzogen hat, auf die sie sich immer verlassen kann.

Mit dem Tod meiner Mutter wird meine Kindheit, mein Kind-Sein ein für alle mal zu Ende gehen. Ich bin dann niemandes Kind mehr und falls wir jemals Kinder haben sollten, werden diese niemandes Enkelkinder sein. Hätte ich den Göga nicht, wüsste ich momentan nicht, wie ich das durchstehen kann. Erst jetzt kann ich nachempfinden, wie es ihm beim Tod seiner Mutter vor gut zweieinhalb Jahren gegangen sein muss.

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Blockiert bin ich. Ein stummer Schrei bin ich. Ich möchte toben und weinen und mich ins Bett verkriechen

Meine Mutter – nein – ist noch nicht tot, aber sie lebt momentan von Atemzug zu Atemzug und geht heute ins Krankenhaus. Hoffentlich. Denn eigentlich will sie doch zuhause sein, wenn ich komme, will auf Balkonien mit Tochter und Schwiegersohn die Sonne genießen und tun, als sei alles in Ordnung.

Der Arzt sagt, ohne Bestrahlung sei die Lunge in zwei bis drei Wochen dicht. Mit Bestrahlung…darauf gibt es keine Antwort.

Sie isst nicht mehr, ist zu schwach für alles.

Ich geh arbeiten. Hilft ja nichts. Ich verkaufe Handys, als sei nichts. Und be-coacht werde ich heut auc noch…

Manchmal ist das Leben nur zum Kotzen. Und trotzdem häng ich an ihm, im Moment vorallem an dem meiner Mutter. Aber ich muss es loslassen, sie loslassen.

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Jetzt weiß ich, warum meine Schwester mich unbedingt sprechen möchte und das auch noch – ungewöhnlicherweise – ankündigt. Unserer krebskranke Mutter wurde der nächste Schritt ihres Sterbens mitgeteilt. Sie stirbt ja seit über zwei Jahren langsam aber unaufhaltsam, denn sie gilt als definitiv unheilbar. Dass sie so lange durchhält ist, glaube ich, einzig und alleine ihrer Sturheit und ihrem Gottesglauben geschuldet. Aber jetzt…

Der Krebs hat sich ausgebreitet. Nach einem beinah gebrochenen Brustwirbel, der gerade noch durch Bestrahlung gerettet werden konnte, mehreren Metastasen im Hirn und allen möglichen Knochen und trotz unzähliger Chemos, wurde jetzt festgestellt, dass nicht mehr nur im rechten Lungenflügel ein Tumor sitzt, sondern seit kurzem auch im linken. Die rechte Seite könne man noch bestrahlen, die linke Seite nicht. Die Gründe habe ich im Telefonat mit ihr nicht mehr erfragt. Ist auch schon egal. Sie sagt von sich selbst, dass sie sehr schwach sei, sehr kurzatmig, einfach überhaupt nicht mehr belastbar. Klar, wenn die Lunge den Sauerstoff nicht mehr aufnehmen kann, weil sich dieses Scheißding da breitmacht.
Sie will jetzt unbedingt die letzten Dinge erledigen. Testament und Betreuungs- bzw. Patientenverfügung sind schon lange gemacht, aber die Papiere auf dem Schreibtisch, die sie bisher nicht geschafft hat abzuheften, die lasten noch arg auf ihrer Seele, weil sie uns Kindern doch die Arbeit nach ihrem Tod so leicht wie möglich machen will. Sparbücher und Bausparverträge sollen aufgelöst werden, damit wir die Beerdigung und alle anderen Kosten gleich davon bezahlen können und nicht erst in Vorleistung gehen müssen.

Ich schwanke zwischen Bewunderung und Wut, zwischen Lachen und Weinen. Ich weiß – und das seit der Diagnose – dass meine Mutter daran sterben wird, war anfangs voller Panik und die personifizierte Hilflosigkeit. Aber man gewöhnt sich an die Krankheit, auch als Angehörige. Man kann ja auch täglich vom Bus überfahren werden und der Gedanke tröstet eine Weile. Gerade habe ich aber auf dem Blog einer Brustkrebskranken von einem passenderen Bild gelesen:

(Brust-)Krebskranke WISSEN, dass sie vom Bus überfahren werden und stehen immer mitten auf der Straße. Sie sehen die Busse, wissen aber nicht, welcher es sein wird.

Ich selbst möchte hinzufügen, dass die Angehörigen nur auf dem sicheren Bürgersteig stehen können und ihre Liebsten in dieser Situation beobachten, aber sonst nichts tun können. Und manchmal ertappen sie sich bei dem Gedanken, dass es doch bitte der nächstbeste Bus sein sollte, um diese Horrorshow für alle Beteiligten ein für alle mal zu beenden.

Meine Mutter fragte mich auch, was ich denn an ‘Materiellem’ haben möchte, denn sie möchte das noch im Testament festgehalten wissen und vorallem selbst wissen, was bei wem ‘weiterlebt’…

Seit ca. 20 Jahren hadere ich mit meiner Mutter, verteufle sie, aber liebe sie auch. Ich streite mit ihr leidenschaftlich, weise sie zurecht und mache sie manchmal für alles, was in meinem Leben falsch lief verantwortlich. Sie weiß das, erträgt das und liebt mich trotzdem, auch wenn ich ihr lange Jahre wirklich schwere Zeiten beschert habe.
Seit ich 5 Jahre alt bin, bin ich Halbwaise. Dreissig Jahre später werde ich wohl mittelfristig zur Vollwaise und fühle mich wieder wie die kleine 5jährige, die erfährt, dass das Leben jetzt völlig anders werden wird.

 

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Fragen über Fragen

Gedeihen Küchenkräuter auch an einem Fenster, das nach Norden geht und nur morgens und abends ein wenig seitliche Sonne bekommt?

Wie bekomme ich meine seit einer Woche andauernden Kopfschmerzen los?

Will jemand meinen momentan wiedermal sehr ausgeprägten Minderwertigkeitskomplex? Ich leg auch noch Dauermüdigkeit als Bonus obendrauf.

Warum will meine Schwester heute Abend unbedingt mit mir telefonieren? Normalerweise kündigt sie das nicht an, sondern meldet sich einfach. Was ist da also im Busch?

Wer schenkt mir ein Auto, sodass ich mit der Alltagsgöttin zusammen nach Dänemark fahren kann?

Morgen ist Feiertag. Halleluja!

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Routine

Vormittags Haushalt, Telefonate (wenn möglich), ein bisschen Lesen und Lachen, je nach Möglichkeit Lebensmitteleinkauf und auch hin und wieder mal ein bisschen länger schlafen oder Rumgammeln, aber dann…

12.45 Exilbayerin verlässt das Haus

12.51 Bus kommt

12.56 Zwischenziel erreicht; der Verkäufer der Obdachlosenzeitung grüßt wie immer wahnsinnig freundlich und ich grüße möglichst freundlich zurück während ich mich zur anderen Bushaltestelle bewege, um weiterfahren zu können.

13.00 Der Bäcker bekommt um diese Zeit montags, mittwochs und freitags eine ominöse Lieferung. Immer um die selbe Zeit und immer rast der Lieferwagen im Affenzahn über die Kreuzung, um dann scharf zu bremsen und direttissima vor dem Laden an der Ecke zu halten. Ich schließe insgeheim Wetten ab, wann dem mal einer hinten reinkracht.

13.05 Der Bus kommt. Aber wir dürfen noch nicht einsteigen, denn jetzt ist erstmal Päuschen für den Herrn Busfahrer angesagt. Er schlägt die Bildzeitung auf, liest drei Zeilen und macht dann mit einem herablassenden Blick auf die draußen Wartenden gnädigerweise die Türen auf. Jeden! Tag! :evil:

13.09 Bus fährt los

13.15 Ich muss aussteigen. Jeden Tag, wenn ich über die große Kreuzung gehe, biegt aus einem Firmenparkplatz ein silberner Golf, der sich alle Mühe gibt, noch vor mir über die Kreuzung zu kommen und nicht mir den Vorrang als Fußgängerin geben zu müssen. Die drei Sekunden sind aber auch wirklich lebensentscheidend :roll:

13.20 Die Anzugträger kommen mir nach dem Mittagessen in der Kantine entgegen. Einer hat seit zwei Wochen – ungelogen – dieselbe Krawatte um. Der ist sicher Single. Kurz bevor ich die eine Bushaltestelle erreiche, von der aus ich die letzte Station fahren könnte, kommt der Bus, dem ich jeden Tag immer nur hinterherschauen kann. Aber das ist ok, denn die 10 Minuten zu Fuß und ohne Menschen um mich rum brauche ich, bevor ich im Großraumbüro im Stimmengewirr die nächsten 6 Stunden zubringe.

13.30 Ich geh durch die Drehtüre, grüße das Mädel die Dame am Empfang, zücke meine Zugangskarte und werde von der Schleuse verschluckt und erst abends wieder rausgelassen.

14-20 Uhr reden, reden, reden, verkaufen, verkaufen, beraten, gecoacht werden, stündlich eine rauchen gehen, um nicht wahnsinnig zu werden, reden, verkaufen, verkaufen, reden.

Und abends, wenn ich nach Hause komme, will ich nichts mehr hören und sehen und bekomme auch von meiner aufgenommenen Lieblingssendung nur die Hälfte mit.

…und täglich grüßt das Murmeltier.

 

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Tiefenentspannt

Leute, ich bin heute sowas von tiefenentspannt, dass es tiefenentspannter gar nicht mehr geht. Falls Ihr mich jetzt fragen wollt, warum dem so ist, muss ich gestehen: Ich habe absolut keine Ahnung. Naja, vielleicht eine kleine…

1. Das Wetter deucht mir frühlingshaft bis sommerlich. Es ist eine wahre Wonne, wenn es drinnen ohne Heizung mal wieder kühler ist als draußen. Zwar sieht es auch nach möglichen abendlichen Gewittern aus, aber das is mir egal.

2. Gestern habe ich meine erste Gehaltszahlung erhalten :D und ich denke, dass das der wahre Grund meiner Tiefenentspannung ist. Wenn mein Konto sich entspannt, hab auch ich das Recht dazu. Es ist nicht mehr im tief-roten, also feuermelder-leuchtreklame-roten-mit-Sirene Bereich, sondern geht ins rotorange…Ich könnte den ganzen Tag meinen Kontostand anschauen und hätte ein selig-debiles Grinsen im Gesicht.

3. Ich freue mich – wie lange nicht mehr – auf’s Kochen. Wegen der Arbeit gibt’s bei uns ja während der Woche nur noch das ‘klassische’ Abendbrot, also Schnittchen, Stullen, Bütterken, Wurstbrot oder wie auch immer man dazu sagen will. Am Wochenende dann mal wieder was Richtiges zu kochen ist einfach toll. Trotzdem soll es natürlich schnell gehen, also gibts heute knusprige Hähnchenschenkel mit zweierlei Erdäpfelsalat. Einmal mit Mayo und Fleischwurst für den GöGa und einmal den bayerischen (also mit Essig/Öl-Brühe-Mischung) für mich. Allein vom Schreiben läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Die Schenkel marinieren schon vor sich hin und die Erdäpfel werden gleich weiterverarbeitet, damit die Salate noch durchziehen können. I gfrei mi fei! ;)

4. Ich habe die perfekte Methode für mein Frühstücksei gefunden. Ich bin da ja mega-pingelig und so manches Familienfrühstück ist schon launemäßig im Keller gelandet, nur weil Madame Exilbayerin ihr Frühstücksei für absolut un.ge.nieß.bar erklärt hat. Ich hasse es, wenn das Eiweiß nicht ganz geronnen ist oder wenn das Eigelb hart ist. Mein ideales Ei hat ein festes Eiweiß zu haben und das Eigelb darf ein wenig gestockt sein, aber der Kern muss flüssig sein. Das führte bereits vor gut 20 Jahren dazu, dass niemand ausser mir mehr Eier kochen wollte, weil ich dann wenigstens selbst Schuld wäre, falls das Ei zu weich/zu hart würde. Aber ich schweife ab. Die perfekte Methode habe ich der modernen Technik zu verdanken, denn es gibt da eine App!!! Mit ihr kann man einstellen, welche Beschaffenheit Eiweiß/Eigelb haben sollen, welche Gewichtsklasse das Ei hat, ob es gekühlt oder zimmerwarm ist und (das ist der Clou, davon bin ich überzeugt) auf welcher Höhe über dem Meeresspiegel man sich befindet, um den perfekten Siedpunkt zu finden, der sich ja auf die Kochdauer auswirkt *umkipp*. Nie wieder Eierfrust am Frühstückstisch – Smartfon sei Dank! :D

So, meine besten, liebsten LeserInnen! Mir hat heute jemand Wunderbares ein zauberhaftes Wochenende gewünscht und diesen Wunsch gebe ich nur allzu gerne weiter:

Ein zauberhaftes Wochenende!
Herzlichst
Eure Exilbayerin

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Ich wieder…

Die Zeit rast. Jeden Tag nehm ich mir vor, hier zu schreiben, aber eh man sich versieht, ist mehr als eine Woche vergangen.

Die Hochzeit, die mich in Tussi-Alarm versetzt hat, ist schon wieder 10 Tage her, das Paar mittlerweile wieder zuhause in Downunder. Schön war es, der Tag und das Paar. Ich musste sogar ein paar Tränchen verdrücken vor Rührung.

Arbeitstechnisch ist auch alles ok. Ich gewöhne mich langsam an den alltäglichen Rhythmus und sogar an die (wenigen) Kunden, die meinen, dass ihre langjährige ‘Treue’ es selbstverständlich macht, ihnen die Kosten komplett zu erlassen :roll: Irgendwann muss ich die besten Stories mal gesondert posten. Ich sammle noch. :)

Unter diesem eigentlich recht langweiligen Alltag leiden dummerweise liebe Menschen, die ich wegen meiner Arbeitszeit (14-20 Uhr) nicht schaffe anzurufen. Die Ostseefreundin wartet auf ein Lebenszeichen und ein lieber Mensch in der Bundeshauptstadt sollte schon seit längerem eine ausführliche Mail bekommen. Aber ich kriege es nicht hin. Gleichzeitig hab ich immer das Gefühl, doch ohnehin nix zu erzählen zu haben. (Hallo Minderwertigkeitskomplex! :oops: ) Ich kämpf mich halt durch…

So, genug davon. Ich geh jetzt ein wenig Siedler spielen und überlegen, warum bzw. was da in mir arbeitet, das mich ohne echten Grund grummelig und unzufrieden macht.

Herzlichst
Eure Exilbayerin

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